Die Einkaufsreise im Iran führte unsere Einkäufer zuerst in den Süd-Iran nach Shiraz. Ziel waren Gabbeh-Teppiche, die in der Region Fars sehr bekannt sind. Zuerst wurde die Färberei besucht. Hier wird die hochwertige, handgesponnene Wolle aus dem Hochland des Zagrosgebirges, sowie kurdische Wolle aus dem Nordwesten Irans mit natürlichen Farbstoffen eingefärbt. Der Färbeprozess dauert bis zu 7 Tagen. Während dieser Zeit wird die Wolle vom Färbemeister immer wieder kontrolliert, bis die gewünschte Farbintensität erreicht wird.

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Ein Nomadenlager südlich von Shiraz.

Das dunkelbraune Zelt besteht aus Ziegenhaar, welches durch seine natürlichen Eigenschaften besonders gut vor Nässe und Kälte schützt. Geknüpft werden die Gabbeh’s weiter südlich von den Nomaden auf Wanderschaft und Halbnomaden im Heimfleiss der Nomadenstämme der Gashghai, Luren und Khamseh. Die Teppiche werden immer noch traditionell auf einem horizontalen Knüpfstuhl geknüpft. Dabei sitzen die Knüpferinnen jeweils auf dem bereits gefertigten Teppich.

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Gashghai Nomadin im Festkleid auf einem horizontalen Knüpfstuhl.

Im Gegensatz zu Manufakturteppichen, bei welchen die Kette sowie der Schuss meist aus Baumwolle sind, sind bei den Gabbeh-Teppichen die Kette, sowie der Schuss aus Wolle.

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Kinder der Nomaden. Die Schule reist immer mit.

Die fertig geknüpften Teppiche werden anschliessend nach Teheran geschickt, wo sie gewaschen und veredelt werden.

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Teppiche aus Shiraz werden in der Wäscherei in Teheran abgeladen.

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In der Wäscherei in Teheran.

Die Teppiche werden mit viel Wasser gewaschen. Dabei werden Färberückstände, lose Wolle sowie Schmutz vom Transport entfernt.

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Stolz wirft sich der Wäschereiinhaber in Pose.

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Natürliches Trocknen der Teppiche an der Sonne.

Die Teppiche werden nachdem sie gewaschen sind an der Sonne getrocknet und ausgemessen.

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Beim Ausmessen der Knotendichte.

Edris Mirzai Inhaber der Firma Oteis zählt die Knoten eines Gabbeh Baseri. Die Familie der Gabbeh-Teppiche umfasst eine grosse Spannweite an verschiedenen Knotendichten, welche von ca. 60‘000 – 240‘000 Knoten/m2 reichen. Die feinste Qualität ist hierbei der Gabbeh Baseri mit ca. 210‘000 bis 240‘000 Knoten pro Quadratmeter.

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Die Teppiche beim Frisieren.

Chef „Cutter“ bei der Firma F+H Farhadian in Karaj Iran. Die geknüpften Teppiche werden nach der Wäsche auf die gewünschte Florhöhe geschnitten. Dabei wird der Flor bis zu 2/3 gekürzt.

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Karaj/Teheran, Iran: Finisharbeiten bei einem Gabbeh Baseri.

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Die Arbeit erfordert hohe Präzision, da das Schneidemesser (rotierende Klinge) keinen Schutz aufweist. Bei zu viel Druck kann die Arbeit von mehreren Monaten zerstört werden!

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Teheran, Iran: Finisharbeiten bei einem Gabbeh Baseri.

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Nachdem die Finisharbeiten abgeschlossen sind, werden die Teppiche im Teppich Bazar in Teheran ausgestellt. Hier werden dann die vorselektierten Orientteppiche für Pfister ausgesucht.

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Die fertigen Teppiche werden zur Schau gestellt.

Jeder einzelne Teppich wird begutachtet, bevor die Teppiche für Pfister eingekauft werden. Dabei wird die Qualität der Wolle, der Knüpfung sowie die Farbe genau überprüft. Denn nur wenn jeder einzelne Arbeitsschritt (Auswahl der Wolle, Spinnen, Färben, Knüpfen, Waschen, Finish) sorgfältig ausgeführt wurde, entscheiden sich unsere Einkäufer für einen Teppich, damit dieser anschliessend in einer unserer Filialen für dich bereit steht.