Christoph Hefti, geboren 1967 in Lausanne, pendelt zwischen der Schweiz, Paris, Brüssel und Mailand. Nach seiner Ausbildung an der Schule für Gestaltung Zürich als Textildesigner folgte die Weiterbildung an der Central St. Martin’s School of Art and Designin London mit den Abschlüssen BA Fashion und MA Fashion/TextileDistinction. Nebst der Mode entwickelte er eine Leidenschaft für handgemachte Teppiche, entdeckte darin den direkten Austausch zwischen Designer und Handwerker, eine Verbindung, die in der Mode mehr und mehr verloren geht. Er entwickelt in Eigenregie limitierte Editionen von handgeknüpften Teppichen, hergestellt in Nepal.

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“Dieses Projekt beginnt direkt im Textilen. Papier und Computer helfen nicht viel”, so Christoph Hefti.

 

Das Weben zählt zu den ältesten Textiltechniken. Es genügt ein Rahmen, auf dem die Kette gespannt und durch die der Schuss gewoben wird. Die Handwebteppiche SCHWANDEN des Textildesigners Christoph Hefti werden nach diesem archaischen Prinzip in Nepal handgewoben.Das Spezielle an SCHWANDEN ist die Kette. Anstelle eines dünnen, unsichtbaren Baumwollfadens, der üblicherweise verwendet wird, kommt ein sichtbarer, handversponnener Wollfaden in verschiedenen Farben zum Einsatz. Das macht den Teppich auch weicher im Griff. In gleicher Dicke ist der Schuss, der aus tibetischer Hochlandwolle von Hand versponnen wird.

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 Teppich SCHWANDEN in verschiedenen Ausführungen

«Dieses Projekt beginnt direkt im Textilen. Papier und Computer helfen nicht viel. Zuerst war ein Handwebmuster. Es hat ein gutes Gewicht, ist stark, fühlt sich super an, könnte ein Teppich werden! Dann begannen das Austüfteln der Farbkombinationen und das Aussuchen von verschiedenen Garnen. Es braucht dabei viel Vorstellungskraft, aber vor allem ein gutes Zusammenspiel mit dem Hersteller, den Handwebern in Nepal. Das Hin und Her der Musterstücke, das Überarbeiten, verlieh den Textilien eine Tiefe und Intensität. Ich werde nie vergessen, wie Niels Blättler und ich bis abends spät auf den Teppichen rumgekniet sind, um nochmals die Farbkombinationen zu überdenken und nochmals hier und da etwas zu verändern. Genau so muss es sein, dachte ich!»